Der Komponist

In seinem Schaffen verbindet Gunter Waldek Expressivität mit formal-struktureller Ästhetik. Dabei kommen durchwegs postmoderne Ansätze zur Verwendung, die jedoch in ihrer Diktion und Emotionalität eine relative Nähe zu tradierten Klangwelten keineswegs verleugnen. Handwerkliche Qualität nimmt, wie schon bei seinem Kompositionslehrer Helmut Eder, einen hohen Stellenwert ein.

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Seit 1980 trat Gunter Waldek mit etwa 200 Kompositionen an die Öffentlichkeit; viele davon wurden mit Preisen ausgezeichnet (u. a. oö. Landeskulturpreis 1994, Förderungspreis des Bundesministeriums 1996, Kunstwürdigungspreis der Stadt Linz 2010, Anton-Bruckner-Preis 2016), von Rundfunk und Fernsehen gesendet oder auf Tonträgern veröffentlicht. Auftragswerke an Gunter Waldek wurden zu bedeutenden Anlässen vergeben und von namhaften in- und ausländischen Künstlern, Orchestern und Institutionen angeregt. So entstanden Kompositionen für das Bruckner-Orchester Linz, das Mozarteum-Orchester Salzburg, das Philharmonische Orchester Zagreb, das Landestheater Linz, das Internationale Brucknerfest, „wien modern“ u.a. Ein besonderer Schwerpunkt gilt seit Jahren der Vokalmusik, sowohl im lyrischen Liedbereich wie im musikdramatischen Schaffen.

Publikum und Presse schätzen Waldeks Kompositionen als phantasievolle Musik mit stark meditativen Zügen, mit leisen und leicht verletzbaren Tonlinien, rhythmischer Delikatesse und zarten Konturen: ein geistreiches Spiel mit Klängen, das die Konzentration des Hörers bis zur persönlichen Betroffenheit behutsam verstärkt.